Events Deutschland

Abgeschlossene Veranstaltungen:

Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus 28.-30.4.2026

Vom 28.-30.04.2026 fand im European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus statt. Damit bot die Bundesregierung eine Plattform für den Dialog zwischen den Akteur*innen der Erdbeobachtung in Deutschland. Interessierte am Thema “Nutzung von Fernerkundung und Satellitendaten im Kulturgüterschutz” konnten sich mit Expert*innen aus der Geoinformation austauschen, da erfreulicherweise eine Session zum Kulturgüterschutz angeboten wurde, geleitet von Dr. Benjamin Ducke (Deutsches Archäologisches Institut und Mitglied des Copernicus Expertennetzwerks), Titel: “Erdbeobachtung und Fernerkundung in der Anwendungspraxis von Archäologie und Kulturgüterschutz”. Rund 50 Expert*innen aus Kulturgüterschutz und Geoinformation nahmen an der Session teil.

SATCULT-Koordinatorin Dr. Karin Drda-Kühn stellte das Projekt und die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage zu den Qualifizierungsanforderungen in der Nutzung von Satellitendaten im Kulturgüterschutz vor. Die lebhafte Diskussion im Anschluss an insgesamt fünf Beiträge machten das Interesse am Thema deutlich.

Ein SATCULT-Überblick wurde mittels Poster auf einer parallel stattfindenden Poster-Ausstellung gegeben.

Alle Beiträge werden auf der Homepage der Veranstaltung zeitnah veröffentlicht (der Link dazu wird auch hier veröffentlicht).

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SATCULT auf der PINK COUCH

PINK ist eine Plattform des DLR Projektträgers für innovative Netzwerke in der Kultur. Regelmäßig werden aktuelle Projekte, Ergebnisse oder kulturbezogene Themen diskutiert. Im März 2026 wurde SATCULT rund 35 Expert*innen aus Kulturerbe-Schutz und Geoinformation vorgestellt, darunter Vertreter*innen des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie, mehrerer Landesämter der Denkmalpflege bzw. Bodendenkmalpflege, verschiedenen Universitäten und Ministerien. Projektkoordinatorin Dr. Karin Drda-Kühn

  • präsentierte einige spannende europäische Praxisbeispiele,
  • zeigte, wie und warum die Ukraine zum Rollenmodell in der Satellitendatennutzung im Kulturerbe-Erhalt geworden ist,
  • stellte erstmalig Ergebnisse einer europaweiten Umfrage zu den Qualifikationsbedarfen zur Nutzung von Satellitendaten zum Schutz des Kulturerbes vor,
  • erläuterte Bedarfe und notwendige Qualifikationen für die Praxis in Kulturerbe-Stätten und
  • lud zum interdisziplinären SATCULT-Expert*innenpool aus Kulturerbepraktiker*innen und Fachleuten aus der Geoinformation ein, um beide Disziplinen zu vernetzen.

Mehr: https://dlr-projekttraeger-pink.b2match.io/microevents/733

„Kulturgüterschutz aus dem Weltraum“

Online-Vortrag am 2. Dezember 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Kulturgutschutz e.V. richtet gemeinsam mit Blue Shield Deutschland e.V. die Online-Vortragsreihe „Spotlight KulturGutSchutz“ aus. Dr. Karin Drda-Kühn, Geschäftsführerin der media k GmbH und Koordinatorin des europäischen Projekts SATCULT  stellte am 2.12.2025 das Thema „Kulturgüterschutz aus dem Weltraum – Nutzung von Erdbeobachtungs- und Satellitendaten im Kulturgüterschutz“ den rund 40 Teilnehmer*innen vor.

Im deutschen Kulturerbe-Bereich – außer in der Archäologie – steht die Nutzung von Erdbeobachtung und Satellitendaten noch ganz am Anfang.  Dabei können diese Daten entscheidend helfen, Gefahren durch Klimakatastrophen einzuschätzen und zu vermeiden, Kulturerbe-Stätten und Kulturlandschaften zu erhalten, Plünderungen und illegalem Handel von Kulturerbe-Artefakten entgegen zu wirken, (Kriegs-)Schäden einzuschätzen und in internationaler Fachgemeinschaft Restaurierungskonzepte zu entwickeln.

Das europäische Projekt SATCULT („Vocational Training Closing the Knowledge Gap on Satellite-based Services for Cultural Heritage Preservation“) erfasst derzeit die Voraussetzungen, unter denen Kulturerbemanager*innen solche Daten nutzen können und wie sie durch Expert*innen aus der Geoinformation dabei unterstützt werden können. Projekt-Koordinatorin Dr. Karin Drda-Kühn stellte Praxisbeispiele und notwendige Qualifikationen für Kulturerbe-Stätten wie Schlösser, historische Gärten, Erinnerungsstätten und Kulturlandschaften vor und stellte sich in der anschließenden lebhaften Diskussion den Fragen der Teilnehmer*innen.

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23. September 2025, Heidelberger Schloss

Workshop

Heidelberg, 23. September 2025. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, das SATCULT-Projekt und der UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hatten geladen, und 24 Führungskräfte aus der Kulturgüterschutz und der Geoinformation folgten der Einladung zu einem interdisziplinären Workshop.

Hintergrund: Das Kulturerbe ist vielen Risiken ausgesetzt. Satellitengestützte Erdbeobachtungsdaten können dazu beitragen, Risiken vorzubeugen und sie zu mindern. Die Nutzung von Erdbeobachtung und Satellitendaten steht im Kulturgüterschutz jedoch noch ganz am Anfang. Dabei können diese Daten entscheidend helfen,

• Gefahren durch Klimakatastrophen einzuschätzen und zu vermeiden,
• Kulturerbe-Stätten und Kulturlandschaften zu erhalten,
•(Kriegs-)Schäden einzuschätzen und in internationalen Teams Restaurierungskonzepte zu entwickeln.

In diesem praxisorientierten Workshop wurden die Möglichkeiten der Erdbeobachtung an Beispielen gezeigt und auf ihre Voraussetzungen zur Umsetzung in einem deutschen Kontext überprüft. Sprecher*innen aus Deutschland, Zypern und Italien erläuterten die Möglichkeiten – einschließlich einer möglichen berufsbegleitenden Fortbildung !

Inzwischen wurde aus den Workshop-Ergebnissen ein Whitepaper erstellt, das zusammenfasst, welche organisatorische, administrative und finanzielle Unterstützung Kulturerbestätten und deren Management brauchen, um bestmöglich am „Kulturgüterschutz aus dem Weltraum“ profitieren zu können. Das „Heidelberger Whitepaper“ wendet sich an Politikverantwortliche und Fortbildner*innen.

Die Präsentationen

Dr. Johanna Leissner (Vorsitzende der EU OMC Group “Cultural Heritage Resilience for Climate Change”; Mitglied der EU Expert Group „Cultural Heritage“; „Forschungsallianz Kulturerbe“ des Fraunhofer Nachhaltigkeitsnetzwerks): „Dem Klimawandel entgegenwirken: Nutzung von Satellitendaten im Kulturgüterschutz“

Dr. Maria Cristina Salvi (ERATOSTHENES Center of Excellence / Limassol): “‘Multi-Scale Remote Sensing Assessment of Thermal Stress on Cultural Heritage in Limassol/Cyprus“

Thomas Krauß (Deutsches Luftfahrt- und Raumzentrum – Institut für Methodik der Fernerkundung / Oberpfaffenhofen): „Satellitensysteme und deren Eigenschaften und Möglichkeiten“

Die Präsentation von Dr. Nicodemo Abate zum Kolosseum-Park kann bei ihm hier angefordert werden.

Die Präsentation von Prof. Dr. Alexander Siegmund kann bei ihm hier angefordert werden.

Das Workshop-Programm


Bildnachweise:

Titelbild: Pixabay CC, Galerie: SATCULT Projekt, Paul Bobsin, Mahmoud Mardini